Auszeichnung für Erzbischof Alois Kothgasser in Žilina

Mit einem Konzert und einem Festgottesdienst feierte die Diözese Žilina im Nordwesten der Slowakei am 9. und 10. Februar mit zahlreichen Bischöfen, Priestern  und vielen Gläubigen ihr 10-jähriges Jubiläum. 

Am 14. Februar 2008 errichtete Papst Benedikt XVI. überwiegend aus den Pfarreien der bereits 880 gegründeten Diözese Nitra das jüngste slowakische Bistum. Mit Salzburg ist es durch die Geschichte seines Mutterbistums Nitra verbunden, da um das Jahr 830 der Salzburger Erzbischof Adalram die erste Kirche des Landes in Nitra geweiht hatte und somit den Weg zur Diözesangründung vorzeichnete. Aus diesem Grund wird Nitra manchmal als „älteste Tochter Salzburgs“ bezeichnet. Die Beziehungen zwischen den altehrwürdigen Diözesen wurden nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erneuert. Mit der Gründung des neuen Bistums in Žilina wurden die Kontakte intensiviert. In den zehn Jahren wurden viele Brücken zwischen Salzburg und Žilina gebaut, gegenseitige Besuche von Bischöfen, anderen Diözesanverantwortlichen, katholischen Schulen, aber auch Jugendlichen haben die Beziehungen vertieft.

Aus Anlass des zehnjährigen Bistumsjubiläums wurde zum ersten Mal das „Verdienstkreuz der Diözese Žilina“ verliehen. Der em. Erzbischof von Salzburg Alois Kothgasser, der in seiner Amtszeit wesentlich zu den guten Beziehungen zwischen den Diözesen beigetragen hat, wurde der erste Träger des neuen Ordens. Diözesanbischof Tomáš Galis übergab ihm die Auszeichnung bei einer Feierstunde im Dom zu Žilina als „Ausdruck tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit für alle Ermutigung und Unterstützung, die unsere Diözese durch Deine Person und durch die Erzdiözese Salzburg in den ersten Jahren ihrer Existenz erfahren durfte“.

Erzbischof Alois, der schon öfters die junge Diözese besucht hat, äußerte Freude über die Nähe, die Salzburg mit Žilina verbindet und sagte, dass die Diözese Žilina von Salzburg „gewissermaßen wie ein Enkelkind betrachtet wird, ist doch die Diözese Nitra, aus der sie entstanden ist, unsere ‚älteste Tochter’“. Es freue ihn, dass auch sein Nachfolger, Erzbischof Franz Lackner, dessen Grüße und Gratulationen zum Jubiläum er überbrachte, die Beziehungen zu der inoffiziellen Salzburger Partnerdiözese ausbaue und diese auch bereits persönlich besucht habe. Der emeritierte Salzburger Oberhirte zeigte sich sehr beeindruckt vom Reichtum christlichen Lebens, dass er in Žilina immer erlebe und „von dem Vielen, das in diesen Jahren gewachsen“ sei. „Aus dem Nichts des Anfangs ist eine lebendige Diözese mit einem Diözesanhaus, allen notwendigen, wenn auch schlanken Strukturen, und vielen lebendigen Gemeinschaften erwachsen. Ich meine, dass die Person von Bischof Tomáš, seine Offenheit und Menschenfreundlichkeit dazu ganz wesentlich beigetragen haben.“

In seinen Dankesworten nach der Ordensverleihung drückte er seine Überzeugung aus, dass „wir in der großen Gemeinschaft der Weltkirche immer viel voneinander lernen können – Salzburg von Žilina und Žilina von Salzburg“ und dass er „immer ermutigt und bestärkt aus Žilina nach Hause zurückkehrt“.

LaK

Foto: Diecéza Žilina