Juni 2013

Geburt Johannes' des Täufers - Patrozinium

Die Erwählung

Es gibt Themen, über die zu predigen alles andere als einfach ist. Entweder weil das Thema selbst schwierig und anspruchsvoll ist (wie z.B. Heiligste Dreifaltigkeit) oder aber weil manche Themen für die heutige Wahrnehmung problematisch geworden sind.

Das heutige Namensfest unserer Pfarrkirche – Geburt des Johannes des Täufers – gehört samt seinen Lesungen in die zweite Kategorie: problematisch für die heutige Wahrnehmung. Warum? Schauen Sie, dieser Tag bringt uns mit dem Thema der Erwählung in Berührung, dass nämlich ein Mensch – und nur er und kein anderer – von Gott zu etwas besonderem erwählt ist: „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“ (Jer 1,5), schreibt der Prophet Jeremias in der ersten Lesung.

Johannes ist also erwählt Prophet und Stimme zu werden, die dem Herrn, der im Kommen ist, den Weg bereitet. Er ist schon im Mutterleib – ja eigentlich schon vor der Empfängnis – von Gott erwählt, Vorläufer des Herrn zu werden – keiner sonst. Er wurde nicht gefragt, er hat sich nicht entscheiden können, er wurde erwählt. Es gibt keinen zweiten Menschen, von dem Christus später gesagt hätte, dass es unter den Menschen keinen größeren gegeben hätte wie ihn. (vgl. Mt 11,11) Johannes ist groß, weil er von Gott dazu erwählt wurde.

Nun, so etwas zu hören, bedeutet in unserer heutigen Wahrnehmung folgende Fragen zu stellen: Warum nur er? Warum ausgerechnet dieser Eine und nicht auch andere? Ist es nicht ungerecht allen anderen gegenüber? Haben die anderen auch die gleiche Chance gehabt sich szs. um diese „Stelle“ zu bewerben? Ist das nicht eine Diskriminierung, wenn jemand so eindeutig erwählt ist – gegenüber allen anderen, die eben nicht erwählt wurden? Diese Fragen mögen banal klingen, sie bringen jedoch ziemlich genau unser heutiges Denken zum Ausdruck, wie es an den Unis, in den Medien, ja mittlerweile auch in Teilen der Kirche praktiziert wird...

Es ist wahr: wir haben in unserer Zeit wohl Problem damit, dass Menschen und ihre Aufgaben und ihre Erwählung unterschiedlich sind. Wir haben Problem damit, wenn nicht alles für alle und immer möglich ist... Kurzum: Wir haben Problem mit der Kategorie der Erwählung... Das sehen wir bei den Diskussionen rund um die Ehe als ausschließliche Lebensgemeinschaft von Mann und Frau. Warum nur diese Kombination? Das sehen wir bei den Diskussionen um das dem Mann vorbehaltene sakramentale Priestertum... Warum nur Männer? Warum Erwählung? Warum Berufung? Das sehen wir bei vielen anderen Diskussionen. Sehr schnell melden sich Stimmen zu Wort, die schreien: Diskriminierung! Ungerechtigkeit! Ungleichbehandlung!

Was ist dazu zu sagen? Der hl. Johannes d. Täufer, unser Kirchen- und Pfarrpatron, hilft uns doch etwas von diesem Themenkomplex rund um das Thema Erwählung zu verstehen.

Er selbst wurde von Gott schon vor seiner Geburt erwählt, um dem Herrn den Weg zu bereiten. Es war nicht sein Verdienst, er wurde nicht gefragt und er hat auch keine Bewerbung geschrieben – er wurde von Gott frei auserkoren, erwählt. Seine Erwählung bleibt einzigartig und unwiederholbar genauso wie seine Aufgabe und sein Schlicksaal. Bei seiner Lebensgeschichte sehen wir, dass der Weg Gottes nicht der Weg der Gleichschaltung, sondern der Weg der konkreten Erwählung ist. Gott will nicht, dass alle Menschen die gleichen Aufgaben erfüllen und gleichen Auftrag verwirklichen.

Gott versteht Gerechtigkeit nicht wie die heutige verlogene Ideologie der Gleichheit, die behauptet, Gerechtigkeit bedeute jedem das Gleiche und gleichviel zu geben. Gerechtigkeit vor Gott ist jedem das Seine zu geben – auch wenn es unterschiedlich sein mag. Diskriminierung wäre demnach jemanden vorzuenthalten, was ihm zusteht, nicht aber berechtigte Unterschiede und unterschiedliche Erwählungen zu machen.

 

 

Die Erwählung ist der Weg Gottes in der ganzen Heilsgeschichte: Gott geht den Weg der Erwählung eines Konkreten. Er erwählt Abraham, damit er – und nur er – der Vater unzähliger Völker werde. Er erwählt das unbedeutende jüdische Volk, damit in seiner konkreten Geschichte die Treue Gottes sichtbar werde. Er erwählt David, damit er – und nur er – der König seines Volkes Israel werde. Er erwählt Johannes, damit er – und nur er – den Weg für das Wort, das Fleisch wurde, bereitet. Er erwählt Petrus, damit er – und nur er – der Fels seiner Kirche werde. Und so können wir die Reihe der göttlichen Erwählung von konkreten Menschen weiter fortsetzen bis in die heutige Zeit hinein.

Wir sehen, dass der Weg Gottes nicht der einer blinden Gleichschaltung und falscher Nichtdiskriminierung, sondern der einer konkreten Erwählung ist. Die Berufung und Erwählung Gottes bedeuten nie Ungerechtigkeit, nie Diskriminierung, weil sie von Gott stammen, von dem alles kommt und weil sie immer für den konkreten, erwählten Menschen bestimmt sind, den Gott für diese Erwählung von Ewigkeit her bereitet hat.

Was bedeutet es? Was bedeutet es für uns konkret? Es bedeutet, dass wir Menschen in den Augen Gottes nie frei austauschbare Teilchen eines Systems sind, sondern immer konkret gedacht und wirklich gewollt. Es gibt keinen anderen, der meine Aufgaben, meine Erwählung auf dieser Welt erfüllen könnte, nur mich. Es gibt keinen anderen, der in dieser Zeit deine Erwählung erfüllen könnte, nur dich. Ja, das heutige Fest sagt uns: es gibt keine Nichterwählten, weil jeder und jede eine besondere Erwählung im Plan Gottes erhalten hat. Wir alle sind für Gott wichtig! Wir alle sollen nach seiner Erwählung, nach seiner Aufgabe für uns fragen und nicht neidisch auf die Erwählung anderer schauen: Priester auf Eheleute und Eheleute auf Priester, Männer auf Frauen und Frauen auf Männer... Arbeiter auf Beamte und Beamte auf Bauern... Große auf Kleine, Dicke auf Dünne, Kleine auf Große... Nein, die Unterschiedlichkeit ist gottgewollt und sie ist gut. Bekämpfen wir sie nicht!

Gerade die verschiedenen Erwählungen und Berufungen, welche wir von Gott erhalten haben, machen unser Leben – vor allem das Leben der Gemeinschaft – spannend und schön! Es können ja nicht alle Johannes der Täufer sein, unter anderem weil sie das Lebenskreuz des Täufers nicht tragen könnten. Es können nicht alle Päpste sein, unter anderem weil sie das päpstliche Kreuz nicht tragen könnten. Es können nicht alle Mütter sein, weil sie das Kreuz der Mütter nicht tragen könnten, usw.

So lehrt uns unser Kirchenpatron, dass wir nicht überempfindlich seien, wenn es um die Erwählung der anderen geht, sondern vielmehr auf unsere eigene Erwählung schauen und diese leben sollen. Er zeigt uns, dass die Logik Gottes, die Logik der Erwählung eine andere ist als die des Menschen, als die der Macht und der Gleichschaltung. Johannes der Täufer zeigt uns, dass große Erwählung in den Augen Gottes nicht heißt, dass der Mensch sich selbst groß und wichtig macht, sondern dass er durch seine Demut glänzt, dass er dadurch groß wird, dass er nicht das eigene Ich, sondern Gott groß werden lässt, dass er sich bewusst in seinen Dienst stellt. Der Große wird ganz klein, die große Erwählung wird im Kleinwerden gelebt.

 

 

Der Heilige Vater hat es bei einer Predigt dieser Woche im Hinblick auf Johannes den Täufer mit folgenden Worten gesagt: „Johannes war der Mann des Lichts, er brachte das Licht, doch nicht er war Licht, sondern er spiegelte es wider. Johannes ist wie ein Mond: Mysterium lunae. Als Jesus mit seiner Verkündigung angefangen hat, hat das Licht des Johannes begonnen, geringer zu werden und zu verlöschen: Stimme, nicht Wort, Licht, aber kein eigenes. [...] Johannes scheint ein Nichts zu sein. Das ist die Berufung des Johannes, sich selbst zu verleugnen. Und wenn wir über das Leben dieses Mannes nachdenken, der so groß, so mächtig war – alle dachten, er wäre der Messias – wenn wir an dieses Leben denken, wie es sich bis zur Dunkelheit eines Kerkers verleugnet, dann denken wir über ein großes Geheimnis nach. Wir wissen nicht, wie die letzten Tage des Johannes waren. Wir wissen nur, dass er getötet worden ist, sein Kopf auf einem Tablett, als großes Geschenk einer Tänzerin an einen Ehebrecher. Ich denke, dass man nicht tiefer sinken kann, sich noch weiter verleugnen kann. Das war das Ende des Johannes.“ (24.06.2013) – so Papst Franziskus. Aber gerade durch dieses Kleinwerden bis hin zum Märtyrertod hat Johannes die große Erwählung Gottes in seinem Leben verwirklicht.

Gott geht auch in unserer Zeit den Weg der konkreten Erwählung des Menschen. Er will uns nicht gleichschalten und zu funktionalen Teilchen eines Systems minimieren, sondern er hat für jeden und jede von uns einen besonderen und einzigartigen Auftrag. Gehen wir unserer Erwählung in Demut nach, beneiden wir nicht die anderen ob ihrer Erwählung, sondern versuchen wir unsere eigene Erwählung und Berufung zu entdecken und dadurch zu leben, dass wir nicht unsere Pläne und Vorstellungen, sondern Gott groß werden lassen.

 

 

11. Sonntag im Jahreskreis C

Nichts gehört uns – wir alle sind Schuldner Gottes

"Wir haben eh keine Sünden, Herr Pfarrer...“ Diesen Satz bekomme ich sehr oft zu hören – spätestens dann, wenn das Gespräch irgendwie das Thema ‚Beichte – Sündenbekenntnis – Sündenvergebung’ erreicht.

Im heutigen Evangelium (Lk 7,36-8,3) begegnen wir einer Frau, die solche Worte nicht sagt... sie schweigt. Doch, mit allem, was sie tut, bekennt sie: Ich bin eine Sünderin, ich bedarf der Vergebung und ich stehe dazu. Sie denkt also ganz anders als wir.

Die Geschichte im heutigen Evangelium ist bewegend. Da ist eine Frau, „eine Sünderin“ – wir können uns vorstellen, was eine solche Bemerkung im Evangelium bedeutet. Sie tritt weinend von hinten an Jesus heran, der im Haus eines Pharisäers zu Gast ist, und bittet mit ihren äußerst aussagekräftigen Gesten schweigend um Vergebung ihrer Sünden. Dann sind hier die „Gerechten“ – der Pharisäer Simon und seine Freunde – die diese Frau offensichtlich kennen und daran Anstoß nehmen, dass diese bekannte Sünderin Jesus berührt. Sie, die keine Sünden zu haben meinen, würden bei sich selbst so etwas doch nie zulassen. Sicher wäre es interessant zu fragen, ob wir uns in der reuigen Sünderin mit ihrem stillen Sündenbekenntnis und ihrer Vergebungsbedürftigkeit oder eben eher in den sog. „Gerechten“, die meinen, keine Sünden zu vergeben zu haben, wiederfinden... Ehrlich: in unserem Denken sind wir Simon wahrscheinlich viel ähnlicher als der weinenden Frau. Trösten kann uns allerdings, dass Jesus weder sie noch Simon bloßstellt. Vielmehr hat er eine Botschaft für beide.

Diese Botschaft verkündet er in Form eines Gleichnisses von einem Geldverleiher und seinen zwei Schuldnern, denen er 500, bzw. 50 Denare Schulden erlassen hat. Dann stellt Jesus die Frage: „Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?“ (Lk 7,42) Da können wir kurz stehen bleiben, denn diese Frage scheint alles andere als angebracht zu sein. Was hat der Erlass der Geldschulden mit Liebe zu tun? Mit Dankbarkeit vielleicht oder mit Respekt... aber mit Liebe? Vermischt da Jesus nicht zwei Ebenen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben?

Ich muss gestehen, auch mich hat diese Verbindung gestört: Unlogisch, übertrieben, unpassend... Geld und Liebe... war meine erste Reaktion. Doch kann gerade diese Provokation nicht eine tiefere Bedeutung haben?

Schauen Sie, Jesus spricht in dieser Parabel nicht von irgendwelchem Geldverleiher und meint nicht irgendwelche Geldschulden, sondern spricht vom Menschen und von seiner Beziehung zu Gott. Und das ist genau der Punkt: Gott ist es, der dem Menschen alles verleiht, was dieser überhaupt haben kann. In Wirklichkeit besitzt der Mensch rein gar nichts... nichts gehört ihm, alles wurde ihm nur verliehen: seine irdischen Reichtümer, die er hier zurücklassen muss, seine Talente, für die er einst Rechenschaft ablegen muss, sein Leben, das er als Geschenk angenommen und Gott zurückgeben muss. Genau nach dem Pauluswort: „Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.“ (Röm 14,8)

In diesem Sinne sind wir also nicht Besitzer, sondern nur Schuldner und höchstens Verwalter. Und in diesem Sinne bringt dieses Gleichnis unsere Situation Gott gegenüber sehr präzis zum Ausdruck: Er ist der Verleiher, wir sind die Schuldner. Alles gehört ihm, nicht uns. Er verleiht und erlässt die Schulden und die einzige angemessene Antwort unsererseits ist die Liebe.

 

 

So lädt uns das heutige Evangelium ein, sich das Thema der Sünde und der Vergebungsbedürftigkeit aus diesem Blickwinkel anzuschauen: Unsere Sünden bestehen nicht nur in konkreten, szs. materiellen Fehlverhalten, die wir begehen würden, sondern oft genug darin, dass wir uns unserer Lage Gott gegenüber nicht bewusst sind, dass wir uns wie Besitzer des Lebens und seiner Schätze und Talente benehmen und nicht als Menschen, denen all das von der Güte Gottes verliehen wurde. Unsere Sünden bestehen demnach auch darin, dass wir Gott nicht lieben, dass er – der lebendige und wahre Gott – in unserem Leben gar nicht vorkommt, dass wir ihn nur am Rande und oft nur als Mittel zum Zweck wahrnehmen.

Was aber könnte all das für uns heißen, wenn wir es ins Positive wenden? Gott gegenüber könnte es heißen, dass wir uns bemühen, die Dankbarkeit bewusster zu leben, dass wir nicht nur dann beten, wenn wir etwas brauchen, oder wenn es uns schlecht geht, sondern auch und vor allem, wenn wir „Danke“ zu sagen haben. Wir, Bewohner des Mitteleuropas, wir Seehamer, haben doch so viele Gründe zur Dankbarkeit dem gegenüber, der uns alles verleiht! Schauen wir uns nur um. Es könnte auch heißen, dass wir uns bewusst um die Liebe zu Gott bemühen, dass wir sie nicht für ein rein theoretisches Konstrukt, sondern für realen Inhalt unseres Lebens halten: Gott, hilf uns dich zu lieben, denn unser Leben, das dein Geschenk ist, verpflichtet uns zur Liebe!

Und was könnte es gegenüber den Menschen heißen? Zuallererst, dass wir die anderen Menschen nie als Mittel zum Zweck, sondern immer als besonderes Gottesgeschenk betrachten, dass wir nicht blind unsere Besitztümer anhäufen und uns bemühen, immer mehr auf dem Konto zu haben – an Materiellem, an Erlebnissen, an geistigen Besitztümern. Ein Grundstück hier und ein Auto da, ein Urlaub hier und den dreihundertsten Fortbildungskurs da... Nicht das ständige Mehr-Haben-Wollen macht uns vor Gott gerecht, sondern das Bekenntnis, dass wir ohne ihn nicht leben können, dass wir nicht aus uns selber heraus gut sind, dass wir seiner bedürfen wie die schweigende und weinende Frau im heutigen Evangelium.

Vielleicht haben wir jetzt den Eindruck gewonnen, dass das Evangelium doch nichts für uns sei, denn wir wollen nicht, dass unser Leben ärmer werde. Dazu sei gesagt, dass uns die Wahrheit (nichts gehört uns, wir haben alles von Gott verliehen bekommen) nie ärmer, sondern reicher, nie trauriger, sondern glücklicher macht. Denn sie zeigt uns auch unsere Größe in den Augen Gottes und verleiht uns gewisse Freiheit, damit wir nicht zu Sklaven irdischer Güter werden, sondern immer glückliche Sünder, immer erlöste Schuldner, die gerade deswegen glücklich sind, weil sie wissen, dass sie die ganze Wahrheit ihres Lebens – die schöne wie die hässliche – in aller Freiheit vor Gott bringen dürfen, weil er gerne verzeiht.

Genau so erleben wir uns jeden Sonntag, wenn wir miteinander die Eucharistie feiern: wir beginnen mit dem Bekenntnis unserer Schuld, mit dem Bekenntnis unserer Gottesbedürftigkeit, damit wir seine Zuwendung und Nähe in Wort und Sakrament erfahren können. Eine besondere Gnade ist dann, wenn wir diese Zuwendung Gottes ganz leibhaftig und persönlich im Sakrament der Beichte erfahren dürfen. Dann sind wir der reumütigen Frau aus dem Evangelium ähnlich, die alles aus der Hand Gottes zu empfangen hofft und schließlich einen Neuanfang wagen darf. Dort sagt uns Jesus die gleichen Worte, die er heute zu ihr gesagt hat:„Deine Sünden sind dir vergeben. Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!“(Lk 7,48.50)

Lasst uns also nicht unserem Stolz das Wort reden, lasst uns nicht den peinlichen und unwahren Satz, wir hätten keine Sünden, wiederholen, sondern lasst uns die Wahrheit von unserer Vergebungsbedürftigkeit bekennen, damit wir erleben, wie diese uns frei macht. Denn wir alle sind Schuldner Gottes, die auf ihn angewiesen sind. Nichts gehört uns, sondern wir haben alles von ihm, von seiner Liebe verliehen bekommen.

 

 

10. Sonntag im Jahreskreis C

Gott sieht und hat Mitleid

In meinen beinahe zehn Priesterjahren gab es durchaus Momente, in denen ich mir gewünscht hätte, dass sich die Szene aus dem heutigen Evangelium (Lk 7,11-17) wiederholt. Jesus lässt den Trauerzug stehen und holt den einzigen Sohn einer Witwe zurück ins Leben und gibt ihn, so Lukas, seiner Mutter zurück. Oft hätte ich mir gewünscht, dass die Eltern ihre Kinder oder aber auch die Kinder ihre Mütter und Väter zurückbekommen mögen. Doch, wir wissen, dass es so nicht möglich ist. Was kann uns dann dieses Evangelium sagen?

Die Botschaft dieses Textes ist freilich eine andere als die, dass die Toten in dieses Leben zurückkehren könnten. Jesus hat in seinem ganzen Wirken nur wenige Zeichen solcher Art gesetzt. Es waren lediglich: dieser Junge von Nain, die Tochter des Jairus und sein eigener Freund Lazarus, die er auferweckt hat. All diese wiederbelebten Menschen mussten später aber erneut sterben. Das, worum es Jesus geht, ist aber das Leben, das keinen Tod mehr kennt. Darum ist er gekommen und darum ist er gestorben.

Schauen wir uns den interessanten Text von heute genauer an. Die Situation der Witwe von Nain, die nun ihren einzigen Sohn beweint, ist tatsächlich dramatisch. Sie hat bereits ihren Mann verloren und jetzt auch das einzige Kind. Der Schmerz ist unvorstellbar – sie bleibt allein auf dieser Welt. In der damaligen Zeit hat es aber auch noch zusätzlich geheißen, dass sie keine Lebensgrundlage mehr hat. Es ist keiner mehr da, der sie ernähren könnte und als Frau allein hat sie nicht viele Möglichkeiten. Sie ist in irgendeiner Form zur Sklavenexistenz verurteilt: damit sie überleben kann, wird sie alles mögliche und unmögliche auf sich nehmen müssen.

In diesem Moment begegnet Jesus ihrer Situation. Von ihm heißt es kurz: „Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr.“ (Lk 7,13) Das ist eine äußerst wichtige Aussage. Denn dieses „Sehen“ und „Mitleid-Haben“ ist der einzige Beweggrund für die messianische Tat des Herrn: die Erweckung des Jünglings.

In der ersten Lesung (1Kön 17,17-24) haben wir eine ähnliche Szene gehört, in der der Prophet Elija für den Sohn einer Witwe das Leben erbittet. Seine Situation ist freilich eine andere. Hans Urs von Balthasar weist auf folgenden Unterschied hin:„Die Witwe macht dem Propheten zuerst bittere Vorwürfe: er sei zu ihr gekommen, um sie an ihre Sünde zu erinnern, aufgrund derer nun ihr Sohn gestorben sei.“ Elija fleht Gott an um das Leben des Jungen und dieser erhält ihn in der Tat wieder zurück.

Ganz anders erleben wir es bei Jesus. Die trauernde Mutter schweigt, sie macht weder Vorwürfe, noch spricht sie irgendeine Bitte aus. Die einzige Motivation Jesu ist: „Er sah sie und hatte Mitleid mit ihr.“ Dieses Detail ist äußerst beachtlich, es ist eine Botschaft, ja die Botschaft des Textes schlechthin: Jesus sieht und hat Mitleid.

Vom „Mitleid-Haben“ ist noch an zwei weiteren Stellen im Lukasevangelium die Rede: Mitleid hat der Samariter mit dem fast Erschlagenen auf dem Weg nach Jericho (10,33) und Mitleid hat der barmherzige Vater mit dem verlorenen Sohn, der in erbärmlichem Zustand nach Hause zurückkehrt (15,20). Es handelt sich immer um Menschen, deren Leben zerstört zu sein scheint, die „ganz unten“angekommen sind. Gerade ihnen gilt aber nach Lukas 1,78-79 das mitleidende Erbarmen Gottes: „Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.“

 

 

Das „Mitleid-Haben“ ist bei Lukas also immer mit dem „Sehen“ eng verbunden. Samariter sieht den Verwundeten und hat Mitleid, der Barmherziger Vater sieht von weitem den Sohn und hat Mitleid und Jesus heute sieht die weinende Frau und hat Mitleid. Da in Christus das Sehen und Mitleid-Haben Gottes selbst offenbar geworden ist, können wir sagen, dass das genau die Weise ist, wie Gott mit uns Menschen – mit all unseren Armseligkeiten – umgeht: Er sieht und hat Mitleid. Ja, sein Sehen, ruft in ihm diese Bewegung des Mitleidens hervor. Das ist die Botschaft: Gott sieht! Er ist ein Sehender! Und gerade deswegen hat er Mitleid. In der Tat: Wir glauben an einen Gott, der sieht.

Im Alten Testament finden wir ähnliches an zwei entscheidenden Stellen: In Gn 1 begegnen wir dem ersten Sehen Gottes: Gott sah, was er geschaffen hat und es war gut. Dieses Motiv wird nach dem Werk eines jeden Tages wiederholt: Gott sieht... und das, was er sieht, ist gut.

In Ex 3 begegnen wir einer weiteren Schlüsselstelle, in der die Einheit vom Sehen und Mitleid-Haben deutlich wird. Gott sieht das Elend seines Volkes in Ägypten (3,7f.). Er sieht und handelt: Er schickt seinen Boten Mose, damit er durch ihn das Volk aus der Sklaverei befreit. Er führt es mit mächtigem Arm aus Ägypten heraus und führt es in das verheißene Land hinein. Aber der Beginn dieser Bewegung ist: Gott sieht und hat Mitleid.

Auf diese Botschaft dürfen auch wir uns verlassen. Der wahre Gott ist kein blinder, mit sich selbst beschäftigter und in sich verschlossener Gott, sondern ein Gott, der sieht, der schaut. In Christus – auch in der heutigen Geschichte, in der er sich einer armen Frau annimmt – erfahren wir, dass Gott uns nicht nur als „Menge“, als „Volk“ sieht, sondern dass er uns ganz persönlich mit unserer Lebensgeschichte, mit unserem Ringen und Trauern, mit unserer Freude und Hoffnung sieht. Und weil er uns sieht, hat er Mitleid mit uns. Mit anderen Worten: Gott hat ein Herz für den Menschen. Nun, was bedeutet es?

Das Symbol des Herzens ist ein starkes Sinnbild für dieses Mitleid-Haben Gottes. In unserer Kultur steht das Bild des Herzens vor allem für die Gefühle, für das Gefühlsmäßige des Lebens In der Bibel hat dieses Bild aber eine viel tiefere Bedeutung. Herz heißt Leben, Herz heißt alles: nicht nur Gefühl und Sehnsucht, sondern auch Vernunft, Entscheidung, Innerlichkeit, alles, was das Sein der Person ausmacht – das ganze Leben. In diesem Sinne ist das Herz ein Bild für die Liebe Gottes zum Menschen: Gott liebt nicht nur leidenschaftlich, sondern persönlich und ganz.

An diesem Freitag feierte die Kirche in ihrer Liturgie ein Fest, das das Herz in seinem Namen trägt: das Herz-Jesu-Fest. Im Evangelium, das an diesem Festtag gelesen wurde, erzählt Jesus kurz von der Suche des Guten Hirten nach dem verlorenen Schaf. In diesem Bild sehen wir die ganze Paradoxie des sehenden Mitleidens Gottes. Hans Urs von Balthasar, kommentiert: „Ein Hirt sorgt sich doch um seine ganze Herde gleichmäßig. Wie ist es somit verständlich, dass er neunundneunzig in der Steppe (eigentlich: in der Wüste) zurücklässt, und sich nur um das eine verlorengegangene kümmert? Man sieht: hier wird überhaupt nicht abgewogen, gerechnet, das Risiko bedacht, die Großzahl unbehütet zu lassen; einzig die dem einen drohende Gefahr steht vor Augen, als ob es einzig auf dieses ankäme. Ein Abwägen zwischen den Chancen erfolgt nicht. Gott ist es nicht gleichgültig, ob ein paar Leute verloren gehen, wenn bloß das Gros der Menschheit gerettet wird. Ein menschliches Herz, das hier zum Gefäß der göttlichen Liebe wird, denkt nicht so, sondern der geliebte und unersetzliche Eine ist ihm wichtig.“ Das genau ist dieses Mitleid-Haben Gottes: Gott schaut nicht auf die Menge, darauf, dass es im Großen und Ganzen stimmt, sondern auf jeden einzelnen: der geliebte und unersetzliche Eine ist ihm wichtig.

Lasst uns also vom heutigen Evangelium ermutigen in unserem Glauben an den Gott, der sieht und der immer Mitleid mit uns Menschen hat.

 

 

9. Sonntag im Jahreskreis C

Es gibt kein „anderes" Evangelium, sondern nur das Evangelium Christi

Können Sie sich in unserer politisch überkorrekten Zeit vorstellen, dass ein Bischof – also ein Apostelnachfolger – einen ähnlichen Satz schreiben würde, wie ihn der Apostel Paulus in seinem Galaterbrief (Gal 1,1-2.6-10) heute schreibt: „Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht“? (Gal 1,8a) Können Sie sich die mediale Kampagne auch nur noch ungefähr ausmalen, die nach einem solchen Satz folgen würde?

Freilich, ein solcher Satz ist auch für Paulus ungewöhnlich hart und kommt sehr selten vor. Es gibt jedoch offensichtlich Situationen, in denen er es für richtig und wichtig hält, derartige Worte zu schreiben: „Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt [...] der sei verflucht.“ (Gal 1,9) Was ist das für eine Situation? Was ist da im Spiel?

Paulus schreibt an die Christen in Galatien, wo er um das Jahr 50 n.Ch. das Evangelium verkündet und christliche Gemeinden gegründet hat. Später, nachdem er weitergezogen war, kamen dann andere „Missionare“ und stellten seine apostolische Autorität in Frage und damit auch die Botschaft, die er verkündigt hatte. Vor allem ging es damals um die Frage, ob die Heidenchristen alle Vorschriften und Gebräuche des jüdischen Gesetzes übernehmen müssen. Paulus hat sich für die Freiheit des von Christus erlösten Menschen ausgesprochen und war bereit in dieser Frage sogar mit Petrus zu streiten.

So verstehen wir, dass er seine Ermahnung mit einem enttäuschtem Wort eröffnet:„Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.“ (Gal 1,6) Es fällt vor allem der Begriff „anderes Evangelium“ auf. Was ist das?

Das Wort „Evangelium“ ist im Neuen Testament der Begriff schlechthin für Jesu Leben und Wirken: Er, der einzige wahre Sohn Gottes hat den Menschen das Evangelium – die gute Nachricht, die Frohe Botschaft – gebracht. Ja, er selbst istdas Evangelium. Und weil er der Einzige ist, den der Vater zu uns gesandt hat, weil er der einzige Sohn ist, kann es auch kein anderes Evangelium geben als das Seinige.

Ohne Christus gibt es zwar verschiedene "gute Nachrichten", aber keine von ihnen verdient „Evangelium“ genannt zu werden, weil keine andere Botschaft den Menschen in Gemeinschaft mit Gott bringt. Keine andere Botschaft stammt von Gott – nur das Evangelium Jesu Christi. Und keine andere Botschaft eröffnet den Zugang zu Gott – nur das Evangelium des einzigen Sohne Gottes. Warum? Weil er selbst in seiner Person, in seinem Leben, in seinem Werk und in seinem Wort das Evangelium ist. Weil er selbst – und nur er – Gott für den Menschen zugänglich macht, weil sein Evangelium nicht menschlichen, sondern göttlichen Ursprungs ist.

Deswegen betont Paulus gleich im ersten Vers seines Galaterbriefes, dass er nicht von Menschen, sondern von Gott in sein Apostelamt berufen wurde: „Paulus, zum Apostel berufen, nicht von Menschen oder durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und durch Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat.“ (Gal 1,1)

Es gebe aber Menschen, die „verwirren“ und „das Evangelium verfälschen wollen“,schreibt er weiter. Ein „anderes Evangelium“, also ein Evangelium, das nicht von Christus stammt, ist aber ein „verfälschtes Evangelium“ und somit kein Evangelium. Es stiftet nicht Heil, sondern Verwirrung, es dient nicht Gott, sondern der Dunkelheit. Wenn aber das Evangelium nicht mehr das Evangelium Jesu Christi ist, dann zerfällt alles, dann ist das Herz des christlichen Glaubens getroffen und der Glaube wird vom Licht zur Dunkelheit.

Wenn wir also nicht am wahren Evangelium festhalten – an dem von Gott geschenkten Evangelium -, dann dienen wir nicht dem Licht, sondern der Finsternis, ja dann sind wir keine Gottesdiener, sondern Götzendiener. Deswegen reagiert Paulus so schroff – weil er alles in Gefahr weiß.

 

 

Die Gefahr, der Verfälschung des Evangeliums, besteht auch in unserer Zeit. Oft wird das empfangene und von der Kirche durch die Jahrhunderte hindurch getragene und ausgelegte Evangelium für überholt erklärt und ein neues Evangelium konstruiert. Wie viele Verwirrungen und ideologische Verzerrungen des Glaubens hat es in den letzten Jahrzehnten schon gegeben? Mal wurde Jesus zum kommunistischen Revoluzzer erklärt, dann wiederum zum Prototypen des Gutmenschentum. Mal wurde er als reiner Bettlerprediger mit einem unrühmlichen Ende dargestellt, andersmal wiederum als ein gnostischer Lehrer von esoterischen und irgendwo tief im Vatikan gut gehüteten Geheimnissen...

Josef Kardinal Ratzinger hat am Vorabend seiner Papstwahl gesagt: „Wie viele Glaubensmeinungen haben wir in diesen letzten Jahrzehnten kennengelernt, wie viele ideologische Strömungen, wie viele Denkweisen… Das kleine Boot des Denkens vieler Christen ist nicht selten von diesen Wogen zum Schwanken gebracht, von einem Extrem ins andere geworfen worden: vom Marxismus zum Liberalismus bis hin zum Libertinismus; vom Kollektivismus zum radikalen Individualismus; vom Atheismus zu einem vagen religiösen Mystizismus; vom Agnostizismus zum Synkretismus, und so weiter. [...] Einen klaren Glauben nach dem Credo der Kirche zu haben, wird oft als Fundamentalismus abgestempelt, wohingegen der Relativismus, das sich »vom Windstoß irgendeiner Lehrmeinung Hin-und-hertreiben-lassen«, als die heutzutage einzige zeitgemäße Haltung erscheint. Es entsteht eine Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Gelüste gelten lässt.“(Predigt vor dem Konklave 2005)

Das ist leider eine sehr treffliche Beschreibung der Realität unserer Zeit: Immer wieder wird das Evangelium, wird Christus selbst und seine Botschaft verfälscht, verzerrt, umgebogen und ideologisch missbraucht, so dass sie dem jeweiligen Zeitgeist dienlich sein mögen. Dazu sagt Paulus eindeutige Worte: „Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi.“ (Gal 1,10)

Unschwer können wir darin den hohen Maßstab für einen jeden Christen erkennen: Wir müssen Gott mehr gefallen wollen als den Menschen. Noch offensichtlicher ist, dass es sich um einen besonderen und eindeutigen Maßstab für die von Christus in seinen Dienst Berufenen, für Priester und vor allem für Bischöfe, handelt.

Wenn der Apostel Paulus heute so offen spricht, erlaube ich mir auch eine gewisse Portion kritischer Offenheit. Oft wird in unserer Zeit von einer Krise der Kirche gesprochen. Selten aber wird gesagt, dass diese Krise wesentlich eineKrise der Bischöfe ist. Den Hirten fehlt es oft an Mut so leidenschaftlich und alles riskierend wie Paulus für das Evangelium einzustehen.

Gewiss, unsere Oberhirten leben heute unter einem enormen Druck – auf der einen Seite die überlieferte Botschaft des wahren Evangeliums und auf der anderen Seite das Unverständnis der heutigen Zeit, ja oft die Ablehnung der eigenen Christen, die diese Botschaft erfährt. Die Bischöfe unserer Zeit sehen sich einer übergroßen, oft unfairen Macht der Medien aber auch kirchlicher Gremien und üppiger Apparate gegenüber, die wenig Verständnis für das Evangelium haben.

Wie viele unserer Oberhirten aber sind bereit, sich für die Wahrheit des Evangeliums – auch nur medial – geißeln zu lassen? Wie viele sind bereit ein klares Zeugnis auch gegenüber dem Unverständnis der Welt auf sich zu nehmen? Ja, wir sind weich geworden, verweltlicht, wir haben dem Horizont des Zeitlichen vor dem des Göttlichen Vorrang gegeben und machen durch diese Feigheit das Evangelium selbst als Frohe Botschaft unglaubwürdig.

 

 

Jetzt wird z.B. im Zusammenhang mit Bischofsernennungen wiederum nur davon geträumt, dass die Kandidaten konform seien mit dem heutigen Denken. Ich würde mir vielmehr wünschen und zu Gott beten, dass wir mutige und heilige Bischöfe bekommen, welche im Evangelium allein den Maßstab für ihr Leben und Wirken erkennen. Das soll unsere Sehnsucht sein und unsere Bitte: beten und hoffen auf Hirten vom Format eines Paulus, denn sie haben wir dringend nötig.

So lasst uns beten, dass der Herr uns erneuert – als Priester, als Bischöfe, als gläubiges Volk Gottes. Lasst uns beten, dass er uns hilft, treu und mutig am wahren Evangelium festzuhalten und nach keinem anderen Evangelium, das es ja gar nicht gibt, Ausschau zu halten.